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Das humoristische ManniFest

Was Marx und Merkel entgangen ist, bringt Manni mit seinem »ManniFest« auf den Punkt. 
Eine fröhliche Abrechnung mit denen da oben! Wie immer steht Kultfigur Manni im Mittelpunkt. Aber auch der Neugersdorfer Polizist und die Oma Hedwig - volkstümliche Helden, die den Sanftwut-Fans längst ans Herz gewachsen sind - mischen mit.

Eine geballte Ladung bissiger Satire und erfrischender Stand-up-Comedy. Sozusagen Frohsinn mit Niveau! Und natürlich wieder urmusikalisch. 

„Stehende Ovationen zur Premiere. Frech, aber herzlich. Politsatire vom Feinsten und einfach herrlich unterhaltsam.” (LVZ)

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Bach für die Jugend

Gloeoeckler

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ManniMachtMobil

Und wieder steigt Manni in seine pinkfarbenen Ballonseidenhosen und erklärt mit unnachahmlicher Bauernschläue, was die Welt im Innersten zusammenhält. Ein Kampf gegen die Trägheit in Köpfen und Bäuchen. Ein Angriff aufs Zwerchfell und die eingebildeten Eliten.

Wie schön wäre es, er könnte als Fitnesstrainer in der Wellness-Oase Bundestag seinen Mann(i) stehen, den Drückebergern Druck machen und den Politikern Dampf - zumindest in der Dampfsauna. Das neue Manni-Soloprogramm - witzig, spritzig, musikalisch.

„So ein Manni bringt Leben in die Bude, sogar auf dem Friedhof!" (O-Ton Moni)

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Quietschvergnügt << Mannis Sternstunden >>

Ob in pinkfarbener Ballonseidenhose oder als Neandertaler, ob in Oma-Hedwig-Schürze oder als Neugersdorfer Polizist, ob im Madame-Implantat-Abendkleid oder als Plattenbauscheich, was da durchs Manni-Universum schwirrt, begeistert seit Jahren Publikum und Presse.

Ob am Klavier, zu Gitarre, Akkordeon und Zitheroder einfach mit losem Mundwerk - Thomas „Manni“ Störel schlüpft in seine Paraderollen und zeigt seine erfolgreichsten Nummern.

Alles an einem Abend. Schlag auf Schlag.

Von tiefgründigem Humor bis zu höherem Blödsinn.

Quietschbunt und quietschvergnügt. Mannis Sternstunden.

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Supermanni

Thomas Störels erster Soloabend - vergnüglich und scharf!

Manni, als Supermanni mit einem Spezialauftrag unterwegs, schildert seinen Aufstieg quasi vom Schlüpferwäscher zum Millionär und streift dabei Probleme aus Alltag und großer Politik.

Manni schwingt sich auf zum Retter des Ehefriedens und zum Retter deutscher Kultur. Er agiert als Friedensstratege im Antiterrorkampf mit einem bombensicheren Gespür für unkonventionelle Lösungen.

Ein deutscher „Superman“ mit Gartenzwergqualitäten. Und zugleich Weltpolizist im Bonsaiformat.

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Klingender Sprenggürtel

Letzter Wunsch

Sprenggürtel

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>> Advent, Advent, der Manni brennt <<

Immer zur Weihnachtszeit beschenkt Manni seine Fans mit einem frisch-fröhlichen Jahresrückblick.

Der Abend vereint die besten Solo-Nummern aus den laufenden Programmen, angereichert mit Stand-Up-Seitenhieben auf die aktuelle Lage im Land.

Eine witzige Mischung aus Comedy und Satire. Urmusikalisch und mit frecher Schnauze.

Also nichts wie hin!

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Unbeschwert mit Frau am Herd

Manni als unwiderstehlicher Charmebolzen mit seiner gewichtigen Meinung zum unerschöpflichsten Thema der Welt. Gespickt mit den beliebtesten frauenfreundlichen Nummern, wie zum Beispiel „Gib deinem Biest eine Chance” oder „Hör nicht auf deine Frau”.

Wie immer saftige Satire und mit Herz und Schnauze am Klavier.

Ein Pantoffelheld der Extraklasse, der Traum-Mann(i) aller Hausfrauen, die sich auch mal gern auf die faule Haut legen würden, zur Not auch auf Mannis ...

„Seine Fangemeinde konnte sich vor Lachen, Juchzen und Applaudieren kaum noch auf den Stühlen halten.” (LVZ)

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Dornröschen

Madame Implantat

Saatgut

Straps-Neid

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Das Kabarett SanftWut präsentiert: »Hosen runter!«

Manni zeigt, was Sache ist! Der Zeremonienmeister des Frohsinns bringt wie immer urkomische Weisheiten ans Licht und unter die Leute. Manni blickt nackten Tatsachen ins Auge und rückt unbequemen Wahrheiten zu Leibe:

»Wer hat in der Ehe die Hosen an?«
»Wann lässt die Regierung die Hosen runter?«
»Ist das Herz noch auf dem rechten Fleck, wenn’s einem in die Hose rutscht?«

Thomas »Manni« Störel mit seinem neuen Solo-Streich ab April 2018 im Kabarett SanftWut. Wie immer eine erfrischende Mischung aus Stand-up-Comedy und bissiger Satire. Humor mit Niveau. 

Also dann: Hosen runter! Eine unwiderstehliche Einladung für alle Manni-Fans.

Premiere am 29.04.2018 im Kabarett Sanftwut.

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Presse

Das humoristische ManniFest

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Mannis Sternstunden

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Supermanni

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Hosen runter!

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Advent, Advent

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27
Nov
Kabarett SanftWut
Zeit: 20:00

30
Nov
Kabarett SanftWut
Zeit: 20:00

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Datum : 8. November 2018
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Persönliches

Vita Thomas Störel

Thomas Störel wurde am 22. August 1964 in Leipzig geboren. Er wuchs in einem Lehrer-Elternhaus auf und entschied sich dann, auch selbst Lehrer zu werden. Nach dem Studium promovierte er auf dem Gebiet der Sprach- und Musikwissenschaften. Das hielt ihn aber nicht davon ab, nebenher Kabarett zu spielen.

 1985 stieß er als Pianist zum Amateurkabarett „Spitzhacken“ an der Leipziger Universität und stand bald selbst als Mime auf der Bühne. Zu Wendezeiten gründete er mit Uta und Ingolf Serwuschok sowie seiner Frau Susan das Kabarett „SanftWut“. Überwog anfänglich noch die Lehrtätigkeit an der Leipziger Musikschule und als Germanist bei „interDaF e. V.“ am Herderinstitut, so steht nunmehr seit etlichen Jahren die künstlerische Arbeit im Mittelpunkt.

Seit 1990 wirkte er in weit über zwanzig „SanftWut“-Produktionen als Schauspieler, Musiker, Komponist und Textautor mit. Gastspiele führten ihn mit seinen Kollegen quer durch die Bundesrepublik und in die Schweiz. Seine musikalische Ausbildung verdankt er insbesondere dem Markkleeberger Kantor Dietrich Barth. Bei ihm erhielt er neben Klavier- und Orgelunterricht auch eine grundlegende Unterweisung in Komposition und Arrangement. 

Thomas Störel ist seit 1986 glücklich verheiratet und hat drei Kinder. Neben Beruf und Familie hat er noch ein drittes Hobby - den Sport. Er läuft Marathon, schwimmt und fährt gern Rad. So hält er sich fit für die ungefähr 250 Auftritte im Jahr.

Wie Manni entstand

Es war bei Sanftwut eine Hose übrig. Eine Hose vom Jogginganzug der Moni. Denn die war eher da, die Moni. Was eigentlich die Schöpfungsgeschichte ad absurdum führt. Dort wurde ja bekanntlich das Weib nach dem Mann(i) erschaffen.

Wir standen also eines Tages in der Künstlergarderobe und durchwühlten die Requisiten nach Brauchbarem für das Programm „Und ewig bockt das Weib“. Thomas fand die Jogginghose in Pink, zog sie an und aus Gaudi bis hoch an die Ohren. Das war sie, die Geste, die Kult wurde. Hinzu kamen noch am gleichen Tag Frisur und der unverwechselbare Lippenbart. Das alles ergab eine Mischung von einem strengen, aber äußerst lustig aussehenden Mannsbild. Einem Macho, dem in den folgenden Jahren durch sein Auftreten die Sympathien nur so entgegenfliegen sollten.

Aber noch hatte Manni keinen Text. In „Ewig bockt das Weib“ kommt er „nur“ auf die Bühne und singt mit Moni die „Beautyfarm“. Wahrhafte Komiker brauchen nur einen Moment, um sich die Herzen des Publikums zu erobern. Sie stellen sich innerhalb von Sekunden in den Ring und verlieren oder gewinnen. Manni hat gewonnen. Und die Figur aus dem Stehgreif heraus zum Sprechen gebracht.

Er ist mit den Jahren regelrecht gewachsen. Und die Hosen wachsen mit. Inzwischen in ganz vielen Farben. Denn im Laufe der Zeit wurde Manni vom Publikum mit diesen speziellen Jogginghosen reich beschenkt. So liegen jetzt im Regal der Künstlergarderobe türkisfarbene, graue, weiße und bunte Exemplare. Diese Großzügigkeit des Publikums hat mit der Beliebtheit der Figur zu tun und ihrer volkstümlichen Ausstrahlung.

Manni plaudert aus dem Nähkästchen

... über seine Arbeit als Kabarettautor:

Ich werde oft gefragt, woher ich die Ideen für die Kabarettbühne nehme.

Bei den Liedern ist es oft so, dass mir ein Motiv zugeflogen kommt. So, wie man einen Vogel in den Käfig steckt, damit er nicht gleich wieder davonfliegt, muss ich die Musik sofort notieren.

Die Textideen pflücke ich aus dem Alltag oder aus den Medien. So, wie man Äpfel zum Reifen in eine Kiste legt, verstaue ich meine Einfälle in einer großen Mappe. Dann müssen sie manchmal Monate, manchmal Jahre warten, ehe sie mir wieder in die Hand fallen. Im Gegensatz zu Äpfeln werden sie ja nicht faulig. Meistens.

Und dann geht die eigentliche Arbeit los, aus einer Melodie, einem witzigen Gedanken, einem verblüffenden Wortspiel oder einer schrägen Metapher eine Kabarettnummer zu formen. Das ist mit tagelangem Sitzen, Schwitzen und genauem Recherchieren verbunden.

Manchmal aber ist die Arbeit schon wenige Stunden, nachdem mir der Einfall kam, getan. Dann ist Schreiben ein rauschendes Fest.)

Manni im Massai-Dorf

Unser Fahrer Vincent hat uns ein Dorf empfohlen, das er wahrscheinlich schon mit anderen Urlaubern heimgesucht hat. Ein paar der farbenprächtig gekleideten Halbnomaden lungern am Straßenrand, vermutlich als Touristen-Lockvögel. Sie springen sofort tatendurstig auf, kaum dass sie unseres Jeeps ansichtig werden. Maik, unser Reiseleiter, der selbst eine ganze Zeit in Tansania gelebt hat, steigt allein aus und wird von einem hochaufgeschossenen, selbstsicher dreinblickenden Schwarzen begrüßt. Titika heißt er und ist wohl der Chef hier.

Ein hartnäckiges Verhandeln um die Antrittsgage beginnt. Denn die Massai lassen nur den ins Dorf, der auch anständig zahlt. Doch Maik ist ein guter Feilscher. Sie verhandeln auf Augenhöhe – wenigstens bildlich gesprochen. Denn der Massai ist einen Kopf größer. Dann der Handschlag, ein Lächeln, Titika gibt kaum merklich ein Zeichen - und schon startet die vorbereitete Zeremonie. Männer und Frauen, aufgereiht in bunten Gewändern, beginnen einen eigenartigen rhythmischen Singsang mit kehligen Lauten, begleitet von einem Hüpf-Schreit-Stampf-Tanz. Was sie singen, erschließt sich uns nicht: „Huka-Haka-Humm-Humm! Huka-Haka-Humm-Humm!“ Bestimmt heißt es „Ihr Weißen seid so dumm-dumm!“ und sie lachen sich eins darüber, wie wir sie anstaunen.

Uns ist schon klar, dass es sich hier um ein Schauspiel handelt. Aber wir erhoffen uns doch einige Einblicke in das urnatürliche Leben dieser heute noch im Gestrigen Lebenden zu erhaschen. Wir werden ausdrücklich gebeten, zu fotografieren und zu filmen. Wir haben ja schließlich bezahlt.

Es bleibt nicht lange beim distanzierten Zuschauen. Maik wird zum Wettspringen eingeladen, dann wir anderen Männer. Ein Springspiel, das die Wadenmuskulatur trainiert. Die Frauen kriegen gebastelte Kaffeekannenuntersetzer mit Loch in der Mitte über den Kopf gestülpt und sollen sich auch rhythmisch mitbewegen. Wenigstens zum Schein sind die Massai begeistert, wie geschickt wir uns anstellen, vor allem, wie ausdauernd hoch wir Deutschen hüpfen können.

Das Eis scheint gebrochen – völlig unsinnige Redewendung hier in dem heißen furztrockenen Massaidorf. Mit Maik bespreche ich, dass jetzt der richtige Moment wäre, ins Manni-Kostüm zu schlüpfen, um unwiderbringliche Fotos zu machen.

Als ich mit pinkfarbener Jogginghose, Manni-Bärtchen und gelecktem Seitenscheitel auftauche, gibt es im ersten Moment ein Auflachen, dann aber doch etwas Irritation. Es wäre schon heikel, wenn sie sich von uns veralbert vorkommen würden.

Munter beginne ich mit ein paar Massai um die Wette zu hüpfen. Noch außer Puste, scherze und palavere ich mit den Urmenschen. Mein Suaheli-Brocken wecken ihr Interesse. Zufällig habe ich gerade gestern die Körperteile gepaukt und kann nun auf Kopf, Arme, Beine, Bauch und Rücken zeigen und sagen, wie das heißt.

Im Kopf des Chefs Titika kristallisiert sich in Sekundenschnelle eine neue Geschäftsidee heraus. Er will mein Lehrer sein und mir die Wörter auf Massai beibringen. Ich soll ihm einfach ein Stück Papier bringen und natürlich für seine Dienste bezahlen.

Zunächst aber geht’s weiter nach Plan. Feuermachen ohne Streichhölzer. Schon eindrucksvoll, wie sie mit Stöckchen und Holzbrettchen Glut zaubern und ein Reißigbündel mit Mannis Blashilfe zum Auflodern bringen. Das muss ich mal zu Hause an unserm Ikea-Regal ausprobieren. Ich hole mein Tagebuch und überreiche es Titika. Der reicht es an einen Schreibgehilfen weiter. Ein bisschen haben wir das übliche Protokoll durcheinander gebracht und nun sind es die Massai, die fasziniert Blicke wechseln und sich über unsere unorthodoxe Reisegruppe wundern. Titika reißt die Sache wieder an sich und lädt uns zur Hüttenbesichtigung ein. Wir werden in Pärchen geteilt und in die zwergenhaften Rundhütten genötigt. Einmal drinnen erscheinen sie einem größer, aber trotzdem nicht wohnlich.

Wir nehmen auf einer aus Ästen geflochtenen Pritsche Platz und der uns zugeteilte Massai erzählt uns mit einem Kauderwelsch aus Englisch, Suaheli und Massai, wie das Leben in so einer Lehmhütte funktioniert. Neben ihm auf dem Herd köchelt eine Art Milchbrei. Hoffentlich kriegen wir diesen Papperschmatz nicht angeboten, denke ich. Unser Massai-Freund zeigt uns Narben auf seinem Oberarm und erklärt, das sei vom Kampf mit einem Löwen. Erst dadurch werde ein Knabe zum Manne. Ob das tatsächlich eine Löwentatze war oder nur eine verrutschte Impfnarbe, werden wir nicht erfahren. Auch nicht, ob unsere Massai-Schausteller wirklich hier wohnen, wo sie ihren Kleiderschrank haben, wo sie ihre Handys laden und ob unterm Bett nicht doch heimlich eine Mikrowelle steht.

Der nächste Akt ist der eigentliche. Wir werden an die Verkaufsstände gebeten, die rund um das Ziegengehege (wo sind eigentlich die Ziegen?) gruppiert sind. Wir sind gewillt, ein paar Sachen zu kaufen. Der uns zugeteilte Massai versucht uns zusätzlich zu motivieren, indem er uns zu verstehen gibt, dass diesen Schmuck seine Frau hergestellt habe und jenen seine Schwiegermutter gefädelt. Als es ans Bezahlen geht, raunt Maik uns zu, dass das Zeug anderswo viel billiger zu haben sei. Wir fühlen aber unsere koloniale Restschuld und haben außerdem in der knappen Stunde eine emotionale Beziehung zur Dorfgemeinschaft aufgebaut. Deshalb zahlen wir gern ein bisschen mehr. Aber nicht ohne zu feilschen.

Titika fragt mich, ob ich ihm meine Uhr verkaufe. 50 Dollar, sage ich. Er lächelt bedauernd, er habe kein Geld, könne mir aber gern was vorsingen.

Wo ist mein Tagebuch? Nicht dass es die Massai einbehalten, um aus dem Papier einen Kopfschmuck zu flechten!

Hinter einer der Lehmhütten hockt ein älterer Teenager und schreibt eifrig Wörter auf Suaheli und Massai in mein Heft. Er ist so begeistert bei der Sache, dass er gar nicht aufhören will. Seine Kollegen, die älteren, drängen ihn zur Eile. Längst ist eine weitere Touristentruppe erschienen. Die sollen Feuer angeblasen kriegen und wir haben uns immer noch nicht vom Acker gemacht. Meine Miturlauber sind schon längst draußen, aber ich stehe noch umringt von ein paar fröhlichen Massai und lasse mir erklären, was die Wörter bedeuten und wie man sie ausspricht. Begeistert zeigen sie auf jedes genannte Körperteil. Der Schreiber und sein Kumpel wollen von mir noch fotografiert werden und er notiert eine Handynummer ins Tagebuch. Ob ich ihm das Bild schicke? Die moderne Technik reicht bis in die staubige Massai-Steppe. Wir haben doch tatsächlich mitten in der ärmlichen riesige stählerne Telefon-Masten gesehen.

Nun heißt es aber Verschwinden. Wir haben den Besichtigungsrhythmus genügend aus dem Takt gebracht. Als wir fahren, winken uns die Massaikinder hinterher, während die Erwachsenen die nächsten Touristen empfangen. So ein Massai-Dorf-Arbeitskollektiv ist an einem Tag wie heute im Dauerstress.

Manni läuft

Wohl an die 30 Mal hatte ich im Vorfeld den Fockeberg bezwungen, eine bewaldete Schutthalde im Süden von Leipzig. Außerdem diverse Bahndämme erklommen und Eisenbahnbrücken überwunden. Und nun stand ich hier in der Schweiz mit Blick auf die 4000er rund ums Matterhorn am Start.

Ich muss wahnsinnig sein, kam mir in den Sinn, mich als Flachländer an einem reinen Bergmarathon in den Alpen zu versuchen! Eingebrockt hatte mir das meine Frau. Als Weihnachtsgeschenk präsentierte sie mir die Reise zum Jubiläumsmarathon Zermatt 2011: Sie genießt die Bergluft und die kolossalen Ausblicke auf die Gletscher und ich darf das machen, was ich am liebsten tue, - laufen. Das wäre doch Urlaub für uns beide. Dazu unsere lieben Freunde aus der Nachbarschaft, Conny, eine erfahrene Bergläuferin, die nach fünfjähriger Pause mal wieder in Zermatt starten wollte, mit ihrer kleinen Familie, Mario und Marlene.

Es waren nicht nur die Berge, die mir gehörig Respekt einflößten. Am Donnerstag spürte ich beim Autofahren plötzlich ein Ziehen im linken Oberschenkel bis zum Gesäß hoch. Ach, das sind Phantomschmerzen, eine typische Läufermeise, kurz bevor es ernst wird! Doch in der Nacht wurde es nicht besser und am Morgen musste mich die Apotheke retten. Vermutung dort: Entzündung des Ischiasnervs. Na prima! Schmerztabletten, Voltaren. Susi, meine Frau, fuhr und ich lag auf der Rückbank mit der bangen Frage, ob ich die Schmerzen bis zum Start wegbekommen würde. Heute Morgen dann eine gewisse Erleichterung. Aber noch jetzt am Start plagte mich die Ungewissheit, ob das Muskelziehen zurückkehrt oder sich bei der Dauerbelastung ein Krampf einstellt.

Zusammengenommen hatte ich bestimmt gerade mal so viele Höhenmeter trainiert, wie ich heute würde bewältigen müssen. Und der Blick auf die anderen Läufer zeigte mir, dass ich hier schnell zur Lachnummer werden könnte, wenn ich mich japsend bei Einbruch der Dunkelheit ins Ziel rette. Lauter Bergspezialisten, die sich vor diesem Hammerlauf sogar einlaufen, als ob 42 km hoch hinauf auf 2500 Meter nicht schon genug der Tortur wären. Bergziegen, vor allem aber Bergziegenböcke, gazellenartig muskulös-sehnig dem Start entgegentänzelnd.

Mehrere Starts waren vorgesehen. Zuerst die Ultras, die aus Anlass des Jubiläums noch weiter hinauf durften, bis auf den Gornergrat. Dann die Eliteläufer, dann ein Staffelstart und schließlich wir normalen Verrückten. Vorher fix noch mal pullern gehen. Die Schweizer boten dafür eine zweckmäßige Einrichtung, um die riesigen Schlangen an den Dixi-Toiletten zu vermeiden. Mannshohe vierteilige Urinale, wie auf den Kopf gestellte Glockenblumenkelche. Einfach herantreten und loslegen. Besser als beim Berlin-Marathon, wo die Läufer mit Blick aufs Kanzlerinnenamt immer die Hecken begießen.

Conny hatte sich weiter hinten eingereiht. Nach ihrer Laufpause hatte sie sich vorgenommen, einfach nur locker durchzukommen. Unser familiärer Begleittross hatte sich eine Kurve über uns postiert, um zu schauen, wie wir den ersten Anstieg meistern. Dann wollten sie uns mit dem Zug und Bergbahnen folgen, anfeuern, fotografieren und filmen sowie, wenn nötig, wärmende Kleidung reichen oder Anabolika und Steroide. Kleiner Scherz.

Pünktlich um neun der Startschuss. Beste Bedingungen, Sonnenschein, knapp 20 Grad. Fast ein bisschen warm, aber oben würde es schon ein bisschen kühler werden, vermutete ich. Dann mal auf! Nach der ersten Kurve gleich bergauf und etliche Läufer, die sofort losjagten. Ich hatte mir vorgenommen, vorsichtig loszulaufen und setzte das diesmal auch wirklich in die Tat um. Ich horchte in mich hinein – nur ein leichtes Ziehen links unterm Gesäß. Wird schon werden!
Die Strecke führte seitab der Straße durchs malerische Tal Richtung Randa und Täsch. Mal sacht, mal kräftiger bergauf, nur selten eben oder bergab. Mal auf Asphalt, dann auf Feldwegen und schließlich auf schmalen Waldpfaden. Die Läuferschar sortierte sich nach und nach ein. Und spätestens am ersten giftigen lang gezogenen Anstieg wurde klar, wer sich gleich zu Anfang übernommen hatte. Ich blieb im Laufschritt und fühlte mich wie ein toller Hecht, als ich die ersten Geher hinter mir ließ. Bei manchen war es aber nur Taktik und im flacheren Gelände zogen sie wieder an mir vorbei.

Auf diese Weise begegnete ich mehrmals einem netten Polen namens Jacek aus Danzig. In flachen Passagen war er schneller, aufwärts langsamer als ich, wurde es steil, holte er mit großen Gehschritten wieder auf, bergab trippelte ich in kleinschrittigem Sauseschritt wieder davon. Das amüsierte uns beide, so dass wir auf dem Weg nach Zermatt ein wenig plauschten. Er sprach gut Deutsch und ich erzählte von meiner Polenreise Anfang dieser Woche. Und wir stellten fest, dass wir beide die gleiche Marathonbestzeit von dreieinhalb Stunden haben.

In Zermatt war der Teufel los. Super Stimmung, Blaskapellenlärm, winkende Japaner. Die Hälfte war geschafft, keine Schmerzen im Oberschenkel und trotz des vorsichtigen Tempos noch knapp unter zwei Stunden. In Anbetracht meines gestrigen Krankenlagers sehr ermutigend.

Gästebuch

Alle guten Dinge sind Drei und Kaffeesachse Michael auch dabei.

Das Titelbild von Supermanni´s neuer Seite könnte lauten: - 99 Luftballons fliegen mit Manni in die neue Saison, humorvolle Zeiten brechen an, denn auch die Lachmesse 2014 steht vor der Türe. -

Sag mal Thomas-Manni, bist du umgezogen in die Lene-Voigt-Straße? *grins* Dein Titelbild gefällt mir, steht doch das Motiv vor meiner Haustüre. 

Lustige Grüße und bis bald im SanftWut

 

Kaffeesachse Michael

Michael Schreiber

Mein lieber Thomas,

im Nachtrag zu deinem Jubiläum möchte ich dir noch dieses kleine Gedicht widmen:

Dor Thomas is nu 50, was diese Zaal belechd
un werd von seinor Susi och liebevoll geflechd.
Er singd un schbield Biano, wenns sinn muss jedn Dach,
de Fuge geen Problem is - Johann Sebastian Bach!

In rosa-rodn Hosn is MANNI wohlbegannd,
so schdehdor uff dor Bühne, bei uns im Sachsnland.
Da isser nich alleene, bei so'ner lusdschn Schau,
ne-nee da schdehd ja ooch de MONI - seine zweede Frau.

Gern fährdor middm Rennrad - läufd tapfor Maradon,
sein nächsdes Ziel is sichor von Borsdorf nach Saigon?!
De Pusde dazu haddor, den Willen sowieso,
da wirddor och noch 100 und wir sin alle froh.

Dein Freund Dieter

Dieter Wagler

Lieber Thomas,
ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner neuen Webseite.

 

Viele Grüße, André.

André Wagler

Du warst gestern in Osterwieck wieder einmal mehr absolute Spitze. Habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht. Vielen Dank und bis zum nächsten mal jetzt!!

Andreas Mühlmann

Neuer Eintrag

Huhu Manni, waren letzte Woche erst bei deinem Programm und sehen dich heute in der Innenstadt wieder,freuen uns Liebe Grüße, mach weiter so, deine treuen Fans ☺
Enrico & Janine

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Ich freue mich immer über Nachrichten von euch. Was immer ihr auf dem Herzen habt, hier könnt ihr es loswerden. Wann immer ihr mich für ein Gastspiel buchen wollt, hier könnt ihr mir schreiben.

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Anschrift und Kontaktdaten

Privat

Thomas Störel
Franz-Mehring-Straße 25a
04451 Borsdorf
Tel. 034291 - 385 10
Funk 0163 - 570 75 03

 

Kabarett Sanftwut

Mädlerpassage / Aufgang D
Grimmaische Straße 2-4
04103 Leipzig
Tel. 0341 - 961 23 46
Fax 0341 - 961 23 48
www.sanftwut.de

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